Jane Goodall
Nach ihrer Schulausbildung besuchte sie zunächst eine Schule für Sekretärinnen, realisierte 1957 aber auf Einladung eines ehemaligen Schulkameraden ihren lang gehegten Traum, Afrika kennenzulernen, und reiste nach Kenia. Im Kenya National Museum fand sie eine Anstellung und kam so in Kontakt mit dessen Direktor Louis Leakey.
Obwohl Goodall zuvor nicht studiert hatte und daher den mindestens erforderlichen Bachelor-Grad nicht besaß, durfte sie sich in Anerkennung ihrer außergewöhnlich ertragreichen Verhaltensbeobachtungen und einer höchst selten erteilten Ausnahmegenehmigung bereits ab 1962 an der Universität Cambridge zur Promotion einschreiben, die sie 1965 mit Erfolg abschloss.
Viele Erkenntnisse über Schimpansen sind auf Jane Goodalls Arbeiten zurückzuführen. Sie entdeckte, dass Schimpansen Werkzeuge benutzen: einerseits Zweige, mit denen sie Termiten aus Löchern angeln, andererseits Steine, die sie als Hammer und Amboss benutzen, um Nussschalen zu sprengen. Ferner fand sie heraus, dass Schimpansen auch Fleisch fressen und sogar gemeinschaftlich auf die Jagd nach anderen Affenarten gehen, und auch Krieg gegeneinander führen.
Goodall war eine der ersten Forscherinnen, die den von ihr beobachteten Tieren keine Nummern, sondern Namen gab. Diese Praxis stieß damals in der wissenschaftlichen Gemeinde auf Ablehnung, weil dadurch angeblich die Objektivität verloren ging – und nicht zuletzt auch deshalb, weil Jane Goodall zuvor nur als Sekretärin und Kellnerin gearbeitet hatte. Inzwischen sind viele Wissenschaftler Goodalls Beispiel gefolgt.












